Aktualisiert am 01.08.2010

Ein Dorf am Rande von Ostfriesland
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Die Goldschmiedefamilie Preibisius
… aus Offenbach a. M. ließ sich im 18. Jahrhundert in Asel und in Jever nieder
Aus dem Archiv von Wilfried Janßen
„Fahren Sie bis zur Kirche und dann…“ so lautet in den meisten Fällen die Antwort auf die Frage eines Fremden nach der Wohnung eines Dorfbewohners. Nicht nur dieses Beispiel unterstreicht die dominierende Rolle der Kirche in den Dörfern, auch die Archive der Kirchengemeinden sind wahre Fundgruben geschichtlicher Daten.
In Asel hat es sich Wilfried Janßen zur Aufgaben gemacht, u. a. auch dieses Archiv auszuwerten. Im Augenblick „übersetzt“ er die Kirchenbücher, d. h., er schreibt sie Seite für Seite ab. „Das Interesse für die eigene Vergangenheit wird größer, immer mehr Menschen möchten Einblick in die Kirchenbücher nehmen, um ihren Vorfahren auf die Spur zu kommen“, so Janßen.
Durch die vermehrte Inanspruchnahme nehmen diese unersetzlichen Dokumente Schaden, deshalb wehren sich immer mehr Gemeindepfarrer, Einblick in ihre Kirchenbücher zu gewähren. Verständlich, wenn man weiß. Wie zeitraubend solche Nachforschungen sind: „Uns fehlt die Zeit, darüber zu wachen, dass die Kirchenbücher bei der Durchsicht pfleglich behandelt werden“, so auch Pastor Eckhard Siggelkow, Hüter der Aseler Kirchenbücher.
Wilfried Janßen weiß um das erwachende Interesse an den eigenen Vorfahren, und so ist er bereit, gegen einen kleinen Unkostenbeitrag die Lücken in der Ahnenforschung zu schließen. Rainer Mennen aus Bockhorn war der erste, der von diesem Angebot profitierte: Menno Janßen Mennen, geb. 1833 in Asel, das war seine Vorgabe an Janßen.
Mit solchen Angaben und den eigenen Aufzeichnungen versehen, war es relativ einfach, die Spur aufzunehmen. Trotzdem waren zwölf Stunden Arbeit notwendig, um eine Auflistung der Familie Mennen bis zu ersten Eintragung (Sterberegister: Gerd Mennen, +10.12.1732) in den Kirchenbüchern nachzuvollziehen.
Erfolgreich beantworten konnte Janßen auch die Anfrage von Werner Schmidt aus Mühlheim a. M., der sich mit der Erforschung der Edelmetallverarbeitungsgeschichte der Stadt Offenbach a. M. beschäftigt: „In diesem Zusammenhang bin ich auch auf den Goldarbeiter Christian Leopold Preibisius gestoßen. Angeblich lebte und arbeitete Preisibius in Asel und verstarb auch dort (vor 1852).“ Wilfried Janßen konnte diese Vermutung nicht nur bestätigen, sondern durch weitere Informationen aus den Kirchenbüchern ergänzen, so u. a. damit, daß die Eltern des Chr. L. Preisibius in Jever ein Juweliergeschäft besaßen.
Schmidt in seinem Dankschreiben: „Mit großer Freude erhielt ich Ihren Brief mit den für mich und meine Arbeit so interessanten Informationen zu Christian Leopold Preisibius. Er rundet die Sammlung von Angaben und Unterlagen, die ich zur Familie Preisibius zusammentragen konnte, ab. Da meine Arbeit Verbindungen zwischen unserer und Ihrer Region im Goldschmiedehandwerk aufzeigen wird, bin ich gerne bereit, Ihnen meinen Text nebst Unterlagen zur weiteren Auswertung zur Verfügung zu stellen.“
Kirchenführungen
Einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit sieht Janßen in der Geschichte der Aseler Kirche. So hatte er kürzlich zu einem Vortrag „Unsere Dionysii-Kirche“ Mitglieder des Heimatgeschichtlichen Arbeitskreises Asel und einige Gäste eingeladen. Gleichzeitig fand eine Besichtigung des im frühen 13. Jh. erbauten Gotteshauses statt. „Selbst Gebäude dieser Größenordnung nimmt man zwar wahr, aber man hat kein Auge dafür“, so Janßen.
Bestätigt wurde diese Aussage z. B. durch das Erstaunen der Teilnehmer über Größe und Farbschattierungen der Granitquader, aus der die Aseler Kirche erbaut wurde. „Sehenden Auges“ wurde man dann auch gewahr, daß neben Verschönerungsarbeiten in und an der Kirche auch dringende Reparaturen am Glockenturm notwendig sind.
Geld ist knapp, das weiß man auch in Asel, und so entschloß sich Wilfried Janßen spontan, gegen eine kleine Spende Kirchenführungen durchzuführen.
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Gästebuch
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Stephan Janßen
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