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Aktualisiert am 01.05.2010

 

Erfolgreiches Gastspiel der Aseler Spielgruppe
Sie brachte „Wenn du Geld hest“ von Wilfried Wroost


Vom 07. Februar 1959

Wittmund. Die Aseler Spielgruppe weilte in ihrer neuen Zusammensetzung noch nicht in Wittmund, trotzdem ist die Gruppe in unserer Kreisstadt und in der Umgebung nicht unbekannt. Die Aseler traten mit Aufführungen bereits an die Öffentlichkeit, so auf einem „Stahlhelm“-Abend bei Aden, damals – es sind bereits einige Jahre her – wurde das Spiel zwar beifällig aufgenommen, aber (abgesehen von den Bühnenverhältnissen) ließ es noch manche Wünsche offen.

Die Aufführung am Donnerstag im Saal des „Ostfriesischen Hofs“ zeigte, dass die Aseler in der letzten Zeit nicht müßig waren, sie brachten „Wenn du Geld hest“, ein bekanntes, publikumswirksames und in unserer Gegend schon mehrfach aufgeführtes Spiel von Wilfried Wroost. Wenn man von kleinen Schwächen absieht, muss man die Leistungen der Gruppe anerkennen. Flott rollte die Handlung ab, die wir in früheren Aufführungen bereits schilderten, daher erübrigt es sich, hier noch einmal auf Einzelheiten einzugehen.

Johann Harling ist der „spiritus rector“ dieser Spielschar, er passte auch vorzüglich in seiner Rolle, er war der ehemalige „Spieß“, der jetzige Bote und dann vom Glück „verfolgte“ Kappelhoff, der es oft nicht leicht hat mit seinen drei erwachsenen Kindern, die ihre Vaterliebe allerdings erst so recht entdecken, als das Sparbuch mit den 350 000 DM in der Kommode gefunden wird. Schlagfertig und wortgewandt sind die drei jungen Kappelhoffs schon, nicht nur Rudolf (Hans Heinrich Gerdes), dem es um das große Glück geht, und Fredi (Bernhard Gerdes), der so vorzüglich in seine Montur passt. Vor allem trifft dies auf Lissi (Sigrid Gruner) zu, deren Wiege zwar nicht an der Elbe stand, die aber vorzüglich mit dem niederdeutschen Tonfall fertig wird. Frisch und lebendig spielen die drei Geschwister. Frau Anna Harling als Emilie Kappelhoff wirkte anfangs befangen, sie gewann später an Sicherheit, hätte allerdings manchmal ein wenig forscher auftreten können. Auch der „Bart“ ersetzte nicht die fehlenden Lebensjahre von Oskar Pommerenke (Joh. Frerichs), der sich jedoch nach besten Kräften bemühte, mit seiner Rolle fertig zu werden. Frau Alma Roggenbuck (Annette Ihnen) gefiel in ihrem Auftreten. Ein wenig zu bescheiden wirkte Helga Roggenbuck (Elfriede Oldendorf), ihr fehlte noch ein Schuss Sicherheit. Gut geeignet war Franz Heinrich Bennen als Robert M. Döhrmann. Gerhard Haage, der im „Flüsterkasten“ saß, hatte mehrmals Gelegenheit, sein Können zu zeigen.

Das Stück fand aber, trotz dieser kleinen Schwächen denkbaren Beifall, es wurde flott gespielt, und es war erfreulich, dass die Bevölkerung Wittmunds wie auch vom Lande so zahlreich gekommen war. Für die Aseler war es ein schöner Start, der sie hoffentlich ermutigt, in nächster Zeit bei uns wieder an die Öffentlichkeit zu treten.

Das Bühnenbild war recht ansprechend. Vor Beginn der Aufführung dankte Harling den Kräften, die zum Gelingen des Abends beitrugen und die, für die Ausstattung der Bühne, die Sachen zur Verfügung stellten, ferner dem Friseur für die Gestaltung der Frisuren.

 

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Stephan Janßen
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