Aktualisiert am 01.05.2010
Otto Gruner feiert 20-jähriges Bestehen
Statt Arbeitslosigkeit hat der Fleischgroßhändler die Selbstständigkeit gewählt und diesen Entschluss nie bereut
Vom Januar 2000
Wilhelmshaven. „Diesen Tag vergesse ich mein Leben lang nicht. Am 9. November 1979 rief mich meine Chefin ins Büro und eröffnete mir, dass sie ihr Geschäft zum 31. Dezember aufgibt und dass ich mir eine neue Arbeit suchen müsste.“ Otto Gruner bereitete diese Nachricht einige schlaflose Nächte, um dann, angetrieben von Kollegen, den Sprung ins kalte Wasser zu wagen und das Vieh- und Fleisch-Kontor Luis Winter in Wilhelmshaven in Eigenregie zu unternehmen.
Leicht wurde ihm dieser Entschluss nicht gemacht. Geschlachtet wurde damals im städtischen Schlachthof, der bereits ein Vierteljahr später an die Viehverwertung Varel verkauft wurde. Der neue Besitzer kündigte den Pachtvertrag mit Gruner, und dieser hatte Glück im Unglück, denn in Wilhelmshaven am Banter Weg wurde die Zentralschlachterei eines Großmarktes frei und konnte von ihm bezogen werden.
Hier wird das Schlachtvieh allerdings nur zerlegt, geschlachtet wird jetzt wieder im städtischen Schlachthof. „Wir bringen das Vieh hinten in die Ställe rein und können es vorne wieder geschlachtet abholen“, erzählt Gruner.
Dreimal in der Woche wird das Großvieh und täglich werden Schweine, diese allerdings in Oldenburg, geschlachtet. Da heißt es dann morgens um fünf Uhr Arbeitsbeginn auch für den Chef, und nicht selten endet der Tag am späten Abend, wenn Gruner sein Schlachtvieh persönlich von hiesigen Erzeugern abholt. „Ich will wissen, woher es stammt, damit ich ruhigen Gewissens meine Erzeugnisse vornehmlich an hiesige Gastronomiebetriebe abgeben kann.“
Und dieser Kundenstamm honoriert das Engagement von Otto Gruner, der sich auch selbst an das Lenkrad seines Auslieferungswagen setzt, um besonders eilige Fälle zu beliefern. Im gesamten ostfriesischen Raum einschließlich Wilhelmshaven ist Gruner bekannt für seine Zuverlässigkeit und Qualität, und einen guten Witz liefert er gratis dazu.
Seinen Lebensmittelpunkt hat Gruner übrigens in Asel, gelernt hat er als Schlachter bei Karl Hinrichs in Wittmund, um dann acht Jahre lang als Geselle im Fleisch-Kontor Winter zu arbeiten, bevor er sich als „Fleischgroßhandel Otto Gruner“ selbstständig machte.
Diesen Entschluss hat er seinen Angaben zufolge nie bereut, und so möchte Gruner das 20-jährige Bestehen zum Anlass nehmen, seine Kunden und alle, die an seinem Geschäft Anteil nehmen, zu einem Sektempfang am Sonnabend, dem 8. Januar 2000, ab 14 Uhr in seinen Geschäftsräumen am Banter Weg 24 einzuladen.
______________________________________
_____________________________________________________________________
![]()
Stephan Janßen
E-Mail: » WebDesignAsel
Es waren schon
Besucher auf dieser Seite
