Aktualisiert am 01.05.2010
Wittmunds Radwegenetz ist um eine Strecke reicher
jetzt führt ein Wirtschaftsweg von Asel nach Eggelingen
Von 2006
Von Wilfried Janßen
Das Jahr 1986 sollten sich die Aseler im Kalender rot ankreuzen. Damals wurden die entscheidenden Weichen gestellt, um Asel zu dem zu machen, was es heute ist.
1. Im Januar wurde der Heimatgeschichtliche Arbeitskreis unter meiner Führung gegründet.
2. Zwei Mitglieder, Siegfried Eiben und ich, besuchten ein Seminar Dorferneuerung, durchgeführt vom Amt für Agrarstruktur Aurich. Sie kamen mit der Empfehlung zurück, bei der Stadt Wittmund sofort auf eine Dorferneuerung in Asel zu drängen, was der Arbeitskreis auch tat – mit Erfolg, wie alle wissen. Ende 1989 wurde Asel in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen, ein Arbeitskreis unter meiner Führung nahm zusammen mit dem städtischen Bauamt und dem Ing.-Büro Thalen die Arbeit auf, die 2003 mit den Arbeiten auf kirchlichem Gelände (Parkplatz etc.) beendet wurde.
3. Als 1986 das Konkensche Bauernhaus durch Todesfall zum Verkauf angeboten wurde, drängte der Arbeitskreis auf Kauf durch die Stadt mit dem Ziel, hier ein Dorfgemeinschaftshaus einzurichten. Mit Erfolg – wie alle wissen. Im Herbst, kurz vor den Kommunalwahlen, kaufte die Stadt Wittmund durch Ratsbeschluss das Bauernhaus mit Backhaus und einem riesigen Gelände und baute es zu einem Dorfgemeinschaftshaus um. Der 1988 gegründete Bürger- und Heimatverein kann es seitdem in Eigenregie bewirtschaften und den Einwohnern Asels zur Verfügung stellen.
4. Ebenfalls im Jahre 1986 nahm ich zusammen mit Karl-Heinz Werdermann Kontakt mit dem Ort Asel am Edersee auf. Es wurde eine lockere Partnerschaft mit gegenseitigen Besuchen aufgebaut; leider ist diese Partnerschaft im Moment auf vereinzelte Besuche auf privater Basis beschränkt. Zuletzt war ich 2004 in Hessen, ein Urlaub ist dort bezahlbar und die Aufnahme ist sehr herzlich.
5. Im Sommer 1986 nahm der Arbeitskreis Kontakt mit dem Bürgerverein Eggelingen auf. Ziel war es, mit unserem Nachbarort einen engeren Kontakt aufzubauen. Eine Eggelinger Abordnung kam nach Asel, und im Verlauf der Gespräche wurde ein Gegenbesuch in Eggelingen vereinbart. Bedauert wurde, dass es keine direkte Verbindung zwischen unseren Dörfern gab. In Zeitungsartikeln wies ich des Öfteren darauf hin, auch nahmen wir Kontakt zu SPD-Ratsherren auf. Gemeinsam untersuchten wir mehrere Vorschläge, die leider nicht verwirklicht werden konnten.
Nachdem ich 1995 zum Ortsvorsteher und 1996 in den Stadtrat gewählt wurde, nahm ich dieses Thema vermehrt auf. Viele Verhandlungen mit Grundeigentümern wurden geführt, ohne positivem Ergebnis. Erst jetzt, im Rahmen der Flurneuordnung Wittmund-Nord, wurde eine Verbindung geschaffen, über die wir alle froh sein dürfen. Vielleicht hat ja auch meine Drohung die Fertigstellung vorangetrieben, die ich gegenüber Herrn Wulf vom Bauamt Wittmund ausgesprochen habe: „Wenn wir in diesem Jahr, 20 Jahre nach der ersten Initiative, den Weg nicht fertig bekommen, kandidiere ich im Herbst noch einmal!“
Das Resultat ist bekannt, am 3. September 2006 feiern wir die Einweihung dieses Weges und ich kandidiere nicht mehr.
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Stephan Janßen
E-Mail: » WebDesignAsel
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