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Aktualisiert am 01.05.2010

 

Der Pfarrgarten in Asel
Gärtner Franze aus Jever legte einen Plan vor

Vom 23.August 1985

„Mit vielen ostfriesischen Pfarrhäusern, ob sie auf dem Lande oder in den Städten stehen, sind herrliche alte Gärten verbunden. Sie bilden ein Stück Landschafts- und Gartenkultur und haben nicht selten eine durch Jahrhunderte reichende Überlieferung.“

Diese Passage, entdeckt in einer Heimatbeilage des „Anzeigers“ von 1970, hat sicherlich auch heute noch in den meisten Fällen ihre Gültigkeit behalten. Das Aseler Pfarrhaus legt Zeugnis davon ab. Obwohl im Jahre 1964 durch den Bau der Jugendbildungsstätte Veränderungen der Außenanlagen nicht zu umgehen waren, so wurden diese doch mit großer Behutsamkeit durchgeführt. Die Freizeitanlage mit Minigolfplatz und Sportplatz wurde in das vorhandene Asel integriert, so dass Besucher von der herrlich gelegenen Anlage begeistert sind.

Dass man sich bereits in früheren Jahrhunderten Gedanken über eine sinnvolle Anlegung der Pfarrhaus-Anlagen machte, wird durch einen Kartenfund in der Aseler Pastorei deutlich. Beauftragt von Pastor Reiners und der „Commune“ legte Handels-Gärtner Franze aus Jever im Jahre 1832 einen „Plan zur Neuanlegung der Pastorey-Gärten zu Asel“ vor. Anscheinend fand seine Auffassung den Beifall des Kirchenvorstandes; noch heute ist in den Grundrissen erkennbar, dass dieser Vorschlag verwirklicht wurde. Nachforschungen in dem betreffenden Kirchenjahrbuch ergaben, dass die Planungen der Außenanlagen parallel mit Neubauplanungen des Pfarrhauses liefen.

Interessant an der Skizze des Gärtner Franze ist, dass damals die Prioritäten anders verteilt waren als beispielsweise heute. Während ca. ein Drittel des Grundstücks dem Pfarrhaus mit seinen gärtnerischen Anlagen vorbehalten war, bestand der größere Teil hinter dem Hause aus dem Gemüsegarten. Da eine kleine Gemeinde wie Asel nicht in der Lage war, ihren Pastoren durch Geldzuwendungen ein ausreichendes Einkommen zu garantieren, gehörten zur Pastorei auch Ländereien, so dass die Geistlichen nebenberuflich eine Landwirtschaft betreiben konnten.

                                                                                                  Wilfried Janßen, Asel

 

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Stephan Janßen
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